Video-Marketing als zeitgemäße Werbeform

Video

Werbung ist laut, bunt und stört in der Regel. Seit Jahren verlieren Zeitungen, Zeitschriften und das Radio Marktanteile, nur das Fernsehen hält sich stabil. Allein im Jahr 2009 schrumpfte der deutsche Werbemarkt um 6%. Der ZAW-Präsident Michael Kern sprach von einer „Werberezession der neuen Dimension„.

Auch die guten Wirtschaftsprognosen 2010 können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Markt ein für allemal verändert. Klarer Gewinner ist der Online-Bereich. Google sagte im September 2010 der Display-Werbung, also Werbung mit Bildelementen, gute Zeiten voraus, vor allem auch auf mobilen Endgeräten. Es ist von einem Marktvolumen von 50 Milliarden Dollar die Rede. Bis zum Jahr 2015 sollen 50 % der Kampagnen Video-Werbung umfassen. Das bedeutet, der Werbende zahlt nur, wenn Videos angesehen wurden (Cost-Per-View).

Was bringt Video-Marketing?

Den Werbetreibenden sichert das vor allem vordere Plätze der Internetseiten im Suchmaschinenranking – denn Suchmaschinen lieben bewegte Bilder und bewerten sie entsprechend gut. Aber nicht nur die Suchmaschinen mögen das, sondern auch die Nutzer. Man erreicht damit ebenso Leute, die Texte lieber ungelesen lassen.

Die Videos unterscheiden sich in der Regel deutlich von Imagefilmen. Sie sind nicht perfekt und damit glaubwürdiger. Beliebt ist das Reportage-Format. Das kommt auch beim Kunden besser an: Er erlebt den Dienstleister fast wie im echten Leben.

Durch relativ leicht zugängliche Technik und clevere Marketingmodelle ist es inzwischen für kleine und mittelständische Unternehmen möglich, im Bereich Video-Marketing zu punkten. Das liegt vor allem an Abrechnungsmodellen wie Cost-Per-View bei Google. Zusätzlich verspricht diese Werbeform 100% Kostenkontrolle, weil der Werbende sehr genau erfährt, wofür er sein Geld ausgegeben hat.

Je höher die Nachfrage in diesem Werbesegment wird, desto schwerer wird es auch hier sein, gehört zu werden. Durch das Echtzeitbietverfahren um die besten Keywords bei Google wird es dort ein Gerangel um die besten Plätze im Suchmaschinenranking geben.

Ist Werbung überhaupt noch zeitgemäß? Nein und ja!

Nein: für die Werbung wie wir sie bisher kennen: unterbrechend, unglaubwürdig und für alle gleich.

Ja: für die Werbung, die den Nutzer dann erreicht, wenn er ähnliche Informationen von sich aus sucht. Wenn sie glaubhaft und nicht störend ist.

Beispiele für die neuen Formen sind GoogleAdwords oder die Werbemöglichkeiten bei Facebook. Wie sich Twitter entwickelt, müssen wir noch abwarten.

Wird Werbung jetzt intelligenter?

Nun, von den Inhalten her sicher nicht. Aber zumindest sieht es so aus, als würde in Zukunft nicht mehr jegliche Werbung vom Hundefutter bis zum Auto über uns hereinbrechen, sondern nur die Werbung, für deren Themen wir uns ansatzweise interessieren. Allerdings spricht Google im oben angeführten Blogeintrag von ungeahnten Werbemöglichkeiten im neuen Internet. Offensichtlich dürfen wir also gespannt bzw. genervt bleiben.

 

Nadja Bungard
PR-Beraterin (DAPR)

Nadja Bungard arbeitet als PR-Beraterin in Berlin für kleine und mittelständische Unternehmen. Zunehmend geht es hier um die attraktive Unternehmenswebseite und Aktivitäten im Social-Media-Bereich. Aufgrund der vielen Fragen bietet sie inzwischen jeden Monat mit zwei Kollegen die Medien-Sprechstunde an. Hier wird in kleiner Runde ein aktuelles Thema vorgestellt, und Unternehmer können ihre Fragen in Sachen PR, Design und Technik ganz direkt loswerden. Am 16.11.2010 wird sich auch die Medien-Sprechstunde mit dem Thema „Video-Werbung“ auseinandersetzen.

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