Starbucks ist im Social Web zuhause

Die Unternehmenskommunikation steht vor großen Veränderungen. Der Hype um Social Media und Social Networks verursacht schon seit geraumer Zeit eine kommunikative Revolution. Der Kommunikationswandel entwickelt sich in Richtung 2.0, d.h. weg vom Papier Richtung digitale Welt, von der Einbahnkommunikation zum Dialog, von wenigen Kanälen zu einer ganzen Reihe von Kommunikationsmöglichkeiten. Immer mehr Unternehmen realisieren diese Situation/Entwicklung und beginnen die Notwendigkeit der Nutzung von Facebook, Twitter oder Blogs zu verstehen und wollen die Chance der Neuausrichtung ihrer Firmenkommunikation nutzen. Diese Neuausrichtung ist unverzichtbar, um nicht künftig den Anschluss zu verpassen.

Das Unternehmen Starbucks hat schon sehr frühzeitig die Social Media- und Web 2.0-Entwicklung erkannt und daran teilgenommen. Ein Grund hierfür ist sicherlich auch in der Unternehmensphilosophie/-strategie des Unternehmens zu finden, die weniger auf klassisches Marketing als auf die Mund-zu-Mund-Propaganda setzt/ausgerichtet ist. Was eignet sich nicht besser zur Mund-zu-Mund-Propaganda als wenn nicht das Web 2.0 mit seinen Social Networks. Starbucks ist mittlerweile in zahlreichen dieser Networks und Plattformen vertreten (z.B. Facebook, Twitter, Youtube, Flickr) und hat auch selbst Online-Plattformen erstellt wie beispielsweise „Starbucks 2V2“ oder „My Starbucks Idea“ . So ist Starbucks in der Lage aktiv sowohl mit der Branche als auch mit seinen Stakeholdern in Dialog/Kontakt zu treten. Vorabtests neuer Produkte, Gespräche/Dialog mit Fans/Followers oder „Heavy-Usern“ und die daraus resultierenden Erkenntnisse über Wünsche und Anforderungen an neue Produkte machen Starbucks zu einem authentischen Markenbotschafter im Social Web.

Das Unternehmen Starbucks, das im Social Web und in den Social Networks zuhause ist, belegen beispielsweise alleine schon die Zahlen der Fans/Follower von Facebook (7,6 Millionen) oder Twitter (919.224) des Unterenehmens. Außerdem wird die Tatsache, dass Starbucks im Social Web zuhause ist, durch eine Studie namens „The world`s most valuable brand: Who`s most engaged?“ , die in Zusammenarbeit mit dem US-Beratungsunternehmen Altimeter und der Fan-Plattform „Wetpaint“ erstellt wurde, bestätigt. Die Studie analysierte dabei sowohl die Anzahl der Social-Media-Channels, welche die Aktivitäten der Marke in der Breite abbilden, als auch das „High“ oder „Low-Engagement“, welches die Intensität der Markenkommunikation in den einzelnen Kanälen darstellen.

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Meiner Meinung nach befindet sich Starbucks insofern am Puls der Zeit und ist somit quasi in eine Echtzeitkommunikation- und Feedbackschleife eingebunden. Im Ergebnis kann Starbucks daher blitzschnell erfahren, was im Netz debattiert wird und kann deshalb ebenso schnell darauf reagieren, denn immer mit einem Ohr am Social Web, gilt das Motto: „if the news is important it will find me“ im Umkehrschluss ist eine analoge Anwendung durch Starbucks mit Hilfe seiner Social-Web-Kontakte ebenso denkbar.

Elliot Kugler

Master-Student Medienmanagement
an der MD.H MEDIADESIGN HOCHSCHULE für Design und Informatik in München

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