PR-Transparenz durch Social Media – Zukunftsmusik?

Vom heutigen Standpunkt in die Zukunft zu blicken, lässt nicht allzu Positives hoffen. Aber gut, wagen wir es und fangen wir an das Bild zu malen wie es in 15 Jahren um Social Media & co. stehen wird.

Umweltkatastrophen, ob direkt von Menschenhand oder als Antwort der Natur, treten in immer kürzeren Zyklen auf – Vulkanausbrüche oder Ölkatastrophen sind keine Seltenheit mehr. Nicht nur ökologische Krisen sind an der Tagesordnung, auch die wirtschaftliche Entwicklung hangelt sich von einem Crash zum nächsten. Überhitzung der Konjunktur, kurzfristige Hypes in allen Lebensbereichen. Das Internet ist Spiegel und Vervielfacher der Ereignisse. Es gibt nur wenige, die nicht online sind. Jeder Mensch mit Anschluss ans Web kann Berichterstatter werden. Der Informationsaustausch funktioniert in Echtzeit, höchster Transparenz und ohne Unterbrechung. Häufigste Ursache von Einlieferungen in Krankenhäuser: Informationskollabs.

Images

www.corporate-transparency.de

Die PR profitiert von diesen Entwicklungen. Durch die hohe Transparenz werden Fehltritte im Web sofort sanktioniert. Floskeln wie „nachhaltig Handeln“ oder „Corporate Social Responsibility“ bestehen nur, wenn sie sie auch zu 100% wahr sind. Fadenscheinige Studien, verbogene Umfrageergebnisse und gesponsorte wissenschaftliche Aufsätze gibt es nicht mehr. Die PR hat sich professionalisiert und abgegrenzt von Werbung und privater Kommunikation. Nur wahre PR wird akzeptiert und Ungereimtheiten sofort aufgedeckt. Das bedeutet nicht, dass nur noch perfekt formulierte und interessante Beiträge zu lesen sind, sondern dass die Veröffentlichungen klar zu unterscheiden sind. Offensichtlich werbende oder offensichtlich platte PR Maßnahmen werden in sozialen Netzwerken von Nutzern sofort unterbunden. Der Verbraucher und Nutzer ist hochgradig aufgeklärt und mahnt Augenwischereien sofort ab. Allerdings verlangt ihm das Überangebot an Informationen eine Menge ab. Wichtigste Fähigkeit ist nicht das Vermögen Informationen zu beschaffen, sondern Selektion und Filtration zu betreiben.

Social Media ist also so wichtig wie nie. Unternehmen müssen in ein paar Jahren mehr Feingefühl denn je beweisen, wenn sie in der Community gewachsen sein wollen. Nutzer und PR-Spezialist bewegen sich immer auf Augenhöhe. Deshalb hat Authentizität und Transparenz oberste Priorität für jedes Unternehmen (auch deshalb, weil Google als Suchmaschinenranking-Kriterium „Ethisch einwandfreies Verhalten“ aufgenommen hat).
Im Gleichschritt mit Transparenz läuft PR-Controlling. Public Relations wird schneller und effektiver. Messbarkeit der Erfolge von PR-Instrumenten ist so einfach und präzise wie nie. Kampagnen können aufgrund der Datenvielfalt jedes einzelnen Users vollständig analysiert, ausgewertet und erklärt werden. Im Jahr 2025 werden Adressen und marktforschungsrelevante Daten nicht mehr gehandelt. Das ist nicht mehr nötig, im Netz konnten sie über Jahre gesammelt und nutzbar gemacht werden. Auch deshalb ist es für die PR leichter auf Öffentlichkeit und Verbraucher angemessen zu reagieren.

Wünschenswertes Szenario, Schreckensvision oder Quatsch – Wir werden sehen!

Eva Graeff

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