Ich habe 5000 Freunde bei Facebook und alle arbeiten für mich ?

Das Web 2.0. bietet Unternehmen neue Chancen im PR-Bereich. Doch nicht nur für die Kommunikationskanäle und Imagepflege ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten, sondern auch im Sektor des Human Resource Managements deuten sich Veränderungen des Personalauswahlverfahrens, der Personalwerbung sowie der Mitarbeiterbindung an. Unter HR-PR, also Human Resources-Public Relations versteht man die Verbreitung von Inhalten und Botschaften mit dem Ziel, der breiten Öffentlichkeit von der Arbeitswelt des Unternehmens zu erzählen. Das Arbeitgeberimage als Marke. Die marktgerechte Kommunikation des Arbeitgebers wird durch die Mitwirkung in Verbänden, engem Kontakt zu Journalisten, unternehmensübergreifenden Initiativen sowie Vorträge und andere Formen der Publikation ergänzt. All dies gilt als Teil des Employer Brandings sowie eines integriertem Image-Managements.

Auch die Anforderungen an die Anwerber selbst befinden sich im Wandel. So definiert beispielsweise Gero Hesse, Senior Vice President HR bei der Bertelsmann AG, ein Skill-Set für Recruiter, indem die klassischen Skills für Recruiter durch neue Persönlichkeitsmerkmale ergänzt werden. Hierzu gehören u.a. sehr hohe IT- sowie Social Media Affinität, Verständnis von Online-Aktivitäten, sowie ein Vermarktungsgespür für das eigene Unternehmen auf sozialen Plattformen.

 Altbewährte Headhunting Services wie etwa bei der Besetzung von Positionen in Vorständen und Führungspositionen werden durch „neuere“ Konzepte ergänzt. Durch die zunehmende Durchschaubarkeit des Bewerbungsfahren, sowie der Bewerber entstehen anders geartetet Arbeitgeber-Arbeitnehmer Beziehungen. In den Vordergrund rückt die langfristige und ganzheitliche Mitarbeiterbindung.

Employer Branding, also die Vermarktung des Unternehmens an sich wird zu Employee Branding, in dem der Mitarbeiter aktiv in die Prozesse des Unternehmens einbezogen wird. Durch Angebote auf Unternehmensseite wie beispielsweise Weiterbildung, Jobrotation, Job enlargemnet oder Job enrichment wird Motivation und Leistungsbereitschaft, sowie die Identifiktion des Angestellten mit der eigenen Firma gesteigert. Der Arbeiter wird zum Botschafter und verkündet sein persönliches „Wohlfühlklima“. Für Unternehmen bedeutet diese Art der Mund- und Social Media Propaganda einen Vorrat an sozialer Wertschätung und das Auslösen eines „Schneeballeffektes„. Herr X findet mich gut, erzählt dies Herrn Y und Z und so schätzt mich bald das ganze Alphabet.

Klassische Anwerbemethoden werden durch effektive Zielgruppenansprache im E-Recruiting ergänzt. Online-Stellenmärkte sowie Einbezug von Plattformen wie Xing und Positionierung des eigenen Unternehmens auf sozialen Kanälen werden zum Kernpunkt der Mitarbeiterbeschaffung. Von Vorteil ist darüberhinaus das Anlegen eines „Bewerberpools“. Interessenten und Unternehmen stehen im konstanten Austausch und erfahren, beispielsweise über Twitter Neuigkeiten aus dem Unternehmen sowie dieses die Neuigkeiten zum Bewerber. Dies schafft Vertrauen und bindet die möglichen Anwerber bereits im Vorraus, wenn auch unverbindlich, an ein Unternehmen.

Zum Schluss noch was Employer/Employee Branding nicht ist: Der morgendliche Fahneneid auf die Firma.

Also dann: Viel Spaß beim Networken!

Qürzel

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