Social Media- überbewertet oder unterschätzt? Überbewertet UND unterschätzt!

Wo geht die Reise hin mit den Social Media?

Social-media-marketing

Quelle

75% der Internetnutzer sind aktiv in sozialen Netzwerken.  Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie mit relativ wenig Aufwand (im Gegensatz zu klassischen PR-Aktionen) mit ¾ aller Internetnutzer kommunizieren können.

Dieses Potenzial nicht zu nutzen ist töricht- schlimmer ist es allerdings, es leichtfertig zu nutzen. Ein negativer Artikel in den Print-Medien verschwindet wieder aus dem Kurzzeitgedächtnis, das virtuelle Gedächtnis dagegen speichert langfristig, wie das Beispiel des (un)freundlichen Energieriesen zeigt, welches die Reaktion von Greenpeace auf die Werbekampagne von rwe ist. Da in den Social Media jeder zum Publizisten wird, können sich Nachrichten, gepostete Videos oder Bilder verselbstständigen, es kommt zu einer Kette von Reaktionen.  Wie diese Reaktionen aussehen können, muss sich im Vorfeld einer PR-Aktion gut überlegt werden. Zum Einen ist das Weiter-zwitschern von Informationen und Meinungen wünschenswert, zum Anderen sind die Eingriffsmöglichkeiten des Unternehmens eingeschränkt, wenn der PR-Zug in die falsche Richtung losfährt. Das wohl schlimmste Risiko ist der Verlust eines mühsam aufgebauten Images, wie das von KFC mit seinem Kryptonite-Fahrradschloss.

Wenn Unternehmen vor Social Media zurückweichen, dann wahrscheinlich aus Unsicherheit. Warum nicht bei Altbewährtem bleiben? PR befand sich schon immer im Wandel und muss neue Kommunikationsmöglichkeiten nutzen. Ein Blog von Tapio Liller, dem Gründer von Oseon Conversations  antwortet auf die 11 populärsten „Ja, aber…“-Einwände vieler Unternehmen. Sich auf ein neues Terrain zu wagen, bedeutet Risiken einzugehen –auch finanzielle-, aber auch Chancen nutzen zu wollen. Insofern wird sowohl das Potenzial von Social Media Marketing  und die Macht der User als meinungsmitteilende und meinungsbildende Publizisten unterschätzt.

Doch werden Social Media auch überbewertet. Einige Zielgruppen, wie die Generation 60+, können nicht erreicht werden. Es gibt nicht nur den EINEN Kommunikationskanal. Für eine erfolgreiche Kommunikation sind Printmedien (Zeitungen & Zeitschriften) und elektonische Medien (Hörfunk & Fernsehen) weiterhin relevant. Wo der Schwerpunkt in Zukunft liegen wird, kann hier nicht beantwortet werden, dennoch werden Social Media  sicherlich auch zukünftig eine bedeutende Rolle spielen. Der derzeitige Hype um Social Media scheint über alles Andere dominieren und wird zu einem geflügelten von PR-Agenturen und -Beratern, um Social Media Relations und v.a. auch sich selbst zu vermarkten.

Wenn Unternehmen mit Usern in wechseleseitige Kommunikation treten, dann verläuft dies trotzdem nicht auf der gleichen Ebene. Relevant wird die Meinung der Nutzer für die PR erst, wenn es viele sind. „Nicht ein einzelner Fisch entscheidet, wohin es geht, sondern der Schwarm trifft die Entscheidung„.

Ob sich Social Media Relations lohnen und wie  intensiv Unternehmen sich in den Social Media profilieren sollten, hängt nicht zuletzt von der weiteren Entwicklung der Social Media ab und der weiteren Vernetzung von Netzwerken- es bleibt spannend.

Regina Neumann

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