Die digitale Welt – wie sich unser Leben in 10 Jahren ändern wird

Wie werden wir im Jahr 2020 leben? Mit dieser Frage hat sich ein Team, bestehend aus Roman Friedrich, Alex Koster, Michael Peterson und Sebastian Blum, alle vier Vertreter der Unternehmensberatung Booz & Company, in einer kürzlich veröffentlichten Studie auseinandergesetzt. „The Rise of Generation C“ – der Aufstieg der Generation C – nennen sie ihre Ausführungen über die Welt, in der wir in Zukunft leben werden.

Die Generation C – das C steht für connect, communicate und change – beschreibt die Generation der heute um die 20-Jährigen, die mit dem Internet aufgewachsen sind und sich täglich mehrere Stunden darin bewegen. Diese Generation wird, laut der Studie, die Welt verändern.

Bereits in 10 Jahren wird ein Großteil der westlichen Gesellschaft von zu Hause arbeiten und die Wahrscheinlichkeit, sein ganzes Leben für die gleiche Firma zu arbeiten wird gleich null sein.  Wir werden 24 Stunden am Tag die Möglichkeit haben, ins Internet zu gehen. Tragbare Geräte wie das iphone werden zum Standard. Unser tägliches Leben wird vollständig von unserem Zugang zum Internet bestimmt. Unsere Kühlschränke werden selbständig neue Waren einkaufen, unsere Autos werden uns sagen, wann wir zu müde sind, um weiterzufahren und sogar den nächsten Bundeskanzler werden wir im Netz wählen.

Eine voll digitalisierte Zukunft also, in der Unternehmen nur noch im Netz um die Aufmerksamkeit der Käufer kämpfen. Laut Roman Friedrich baut dies Druck auf die Unternehmen auf, bietet aber auch neue Chancen, Produkte schneller und zielgerichteter zu bewerben. Schließlich kennen Firmen in Zukunft ihre Kunden, die sich immer weniger Sorgen um Privatsphäre und Datenschutz machen, genau und können somit ihre Werbemaßnahmen sehr viel genauer planen. Die Macht liegt jedoch auch stärker beim Kunden. Denn durch die konstante Kommunikation im Netz fließen auch Kundenbewertungen stärker in das Kaufverhalten ein und lösen kurzfristige Produkthypes aus.

Doch nicht nur unser Kaufverhalten wird durch die neue Digitalisierung beeinflusst. Als einen der Wirtschaftszweige, die am stärksten von diesem Wandel mit beeinflusst werden, sieht Roman Friedrich, das Gesundheitssystem. Auch in diesem Bereich werden die Bewertungen von Patienten eine immer größere Rolle spielen. Doch nicht nur das: In Zukunft wird sich ein Patient nicht mal mehr aus dem Haus begeben, um sich behandeln zu lassen. Von zu Hause aus wird er sich von Sensoren abchecken und behandeln lassen. Auch die Gesundheit wird digitalisiert – E-Health heißt das neue Stichwort.

Auf den ersten Blick mag diese vielleicht wie das digitale Utopia klingen, doch die Studie wirft auch viele Fragen auf. Das Problem Datenschutz wird zwar in der Studie angesprochen, die Lösung lautet jedoch, dass es in Zukunft einfach kein Problem mehr sein wird. Gerade in Zeiten, in denen Verfehlungen in den Datenschutzrichtlinien eher mehr als weniger die Medien bestimmen, scheint dies durchaus fragwürdig. Auch wenn die technischen Voraussetzungen für diese Digitalisierung der Welt vielleicht vorhanden sein werden, ist es doch fragwürdig, ob eine solche Veränderung unseres Lebens tatsächlich erstrebenswert ist. 

Beate Mangold

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